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Aus einem Jahresbericht: Was tut sich Neues ?

Nachdem ich fast 5 Jahre mit meiner Frau und zwei weiteren Helferinnen in der Asklepios Weserberglandklinik mit Kindern,

die überwiegenden an progressiver Muskeldystrophie erkrankt sind, im Project Magic arbeiten durfte, haben wir unsere Zielgruppe gewechselt. Für die Kinder war das Thema eigentlich „ausgelutscht“. Fast immer die selben Kinder, deren Krankheitsbild von Jahr zu Jahr sich im negativen Sinn geändert hat. Die Kunststücke sind vom Potential eingeschränkt, so das die Äußerungen“: Schon wieder das gleiche!“ das Projekt zum „AUS“ brachten.

Der Gedanke, mit Erwachsenen zu arbeiten, war schon vorher geboren. Diesen Gedanken jedoch der Klinikleitung zu verkaufen, brauchte einiges Verhandlungsgeschick. Schließlich bekam ich das >JA<. Das Krankheitsbild der genannten Zielgruppe geht vom Schlaganfall, bis eben zu der bekannten progressiven Muskeldystrophie. Der Vorteil mit den Erwachsenen zu arbeiten besteht darin, das der Aufenthalt im Schnitt 3 bis 4 Wochen dauert. Es besteht also ein ständiger Wechsel der Patienten.

Was können wir mit ihnen alles erarbeiten? Zunächst sei gesagt, das ich das Projekt alleine durchführe. Ich brauche keine Hilfe, was mir viel Gestaltungsfreiraum lässt.

Bei den genannten Krankheitsbildern besteht natürlich eine Störung der Feinmotorik. Ohne in die Arbeit der Ergotherapeuten einzugreifen, versuche ich hier die richtigen „Kunststücke „ herauszufinden. Da ich gelernter Masseur und med. Bademeister bin, kann ich mit meinen Kenntnissen in der Zauberei und auch vom Krankheitsbild her hier, so denke ich, gut eingreifen. Aber bei allem sehe ich den Faktor Spaß auch mit an erster Stelle. Ich denke, das es nicht unsere Aufgabe ist, hier ergotherapeutisch tätig zu werden und zu versuchen einen heilen Menschen zu „zaubern“.

Vielleicht löse ich mit diesen Gedanken eine Diskussion aus, die einen Nachgeschmack erzeugen könnte. Das wäre jedoch nicht in meinem Sinn. Ich sehe das nur von meiner Sicht und von meiner Arbeit aus.

Die Frage, die allen, die an unserem Projekt interessiert sind, was machen oder besser gesagt, was zeigen wir unseren „Kunden?“ Bei der Problematik der Kürze der Zeit, der persönlichen Fähigkeiten sowieso, aber auch der Frage des Trickverrats (da möchte ich gleich noch mal Stellung zu nehmen), was bleibt da noch übrig, als das was in unseren –Lehrbüchern- steht.