Karlsruhe

Unser aktives zauberisches Mitglied Johannes Forster ist nach Karlsruhe umgezogen - bis zur Veröffentlichung der neuen Standortbeschreibung befindet sich hier deshalb die Bschreibung seiner bisherigen Aktivitäten in Heidelberg.

Am Faschingswochenende 2010 ging in Heidelberg der Seil- und Kartenverbrauch stark in die Höhe, denn die Mitarbeiter des Waldpiratencamps hatten mich eingeladen, zwei Workshops zu gestalten. Das Waldpiratencamp ist eine Einrichtung der Deutschen Kinderkrebsstiftung und bietet z. B. Campfreizeiten für krebskranke Kinder und deren Geschwister an.
Neben der Zauberei gab es an diesem Wochenende noch Workshops mit Clownerie, einer eigenen Radiosendung, Theater oder Filmproduktion. Neun Jugendliche kamen schließlich zum „großen“ Zauberworkshop am Sonntag und Montag Vormittag, weitere zehn waren am Montag Nachmittag im „kleinen“ Workshop mit dabei.

Nachdem alle Teilnehmenden im großen Workshop versprochen hatten, keine
Geheimnisse weiterzugeben, wurden Effekte vorbereitet, die neben den
Ergebnissen der anderen Gruppen beim Rosenmontagsball auf der Bühne
präsentiert wurden. So konnten die Zuschauer erleben, dass es mit ein wenig
Vorbereitung offensichtlich irgendwie möglich ist, Handlungen von Zuschauern
vorauszuahnen, Gedanken zu lesen oder in extrem kurzer Zeit mathematische
Höchstleistungen zu vollbringen. Außerdem wurden Fesseln auf magische Weise
gelöst, Gedanken verquirlt und mit Musik gezaubert.

Im kleinen Workshop haben wir Effekte mit Seilen und Karten u. a. aus den Trickbooks einstudiert, die die Teilnehmer zu Hause oder bei (Familien-)Feiern selbst präsentieren können. Hier wurden Seile zerschnitten und wiederhergestellt, Karten haben ihre Farben gewechselt und außerdem wurde das Geheimnis eines Kartenspiels aus Ostfriesland gelüftet.

Und dann waren die beiden Tage bei den Waldpiraten leider schon vorüber. Einige Wochen nach den Workshops gab es ein weiteres Treffen mit einem Mitarbeiter des Waldpiratencamps, bei dem weitere Effekte ausprobiert wurden und der seitdem auch bei anderen Veranstaltungen im Camp zaubert.
Und ein Satz eines Teilnehmers hat mich sehr beeindruckt. Er schlägt eine Brücke zwischen dem Umgang mit der eigenen Krebserkrankung und der Zauberei: „Irgendwann bleibt Dir nix anderes mehr übrig, dann musst Du einfach das Wort ‚unmöglich’ aus Deinem Wortschatz streichen – und dann wirds.“ Ahoi!