Noerdlingen im Ries / Weissenburg - Weißenburg

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Ich entschied mich aus entwicklungspsychologischen Gründen dafür den Zauberkurs nur für ältere Schüler der Hauptschulstufe anzubieten. Die elf- bis fünfzehnjährigen Schüler sollten kognitiv nicht zu schwach aber auch nicht zu stark sein. Die elementarsten Voraussetzungen des Denkens wie das Wahrnehmung und Erkennen des Zaubertricks als Problem sollten sie bereits entwickelt haben. Wichtig war es mir zudem, schüchterne Kinder und Schüler, die kaum Erfolgserlebnisse und in kaum einem Gebiet richtig gut waren, in den Zauberkurs aufzunehmen. Zwar sollte das Denken im Vordergrund stehen, aber da ich bereits mit der Möglichkeit spielte, auch zum Schuljahresabschluss mit der Zaubergruppe aufzutreten, würden diese Schüler bestimmt Könnenserfahrungen machen, die Ihnen gut tun.

 

Neun Wochen lang kamen die acht Teilnehmer des Zauberkurses regelmäßig für eine Schuldoppelstunde zusammen, um Zaubertricks zu entlarven, die Tricks einzuüben und zu verbessern. Darüber hinaus bastelte jeder Zauberschüler einen Zauberkasten, bemalte seinen Zauberstab und gestaltete ein Zauberbuch für die Arbeitsblätter, um so in die Rolle des Zauberers schlüpfen zu können.

 

Nach einem Zauberritual zum Einstieg führte ich zu Beginn der Zauberstunden den zu erlernenden Zaubertrick vor und ließ die Schüler zunächst wilde Vermutungen über das Trickgeheimnis aufstellen. Nachdem ich durch das erneute Zeigen des Tricks einige Vermutungen ausschließen konnte, hielten wir die wahrscheinlichsten Lösungsmöglichkeiten und mögliche Hilfsmittel an der Tafel fest. In einer Versuchsphase erhielten die Schüler die Möglichkeit Partnerweise die Lösungsmöglichkeiten mit dem verwendeten Zaubermaterial anzuwenden und hinter das Trickgeheimnis zu kommen.